Tourismuspolitik

Plakat von bebauter Weltkugel auf Wand
© Robert Wenzel

Tourismuspolitik ist auch heute noch sehr oft Standortpolitik. Sie hört viel zu häufig an der Stadt- oder Landesgrenze auf: da buhlen Weinbaugebiete in Südafrika gegeneinander um die Gunst der Reisenden und Minister kleiner Karibikstaaten stechen sich beim Anwerben von Tourismus-Investitionen gegenseitig aus. Diese Leuchtturm-Mentalität ist einem weltweit verzweigten Wirtschaftsbereich wie dem Tourismus unangemessen; entwicklungspolitisch ist sie sogar gefährlich, weil sie klimaschädliches Wachstum und die globale Konkurrenz um die billigsten Arbeitskräfte genauso verursacht, wie die rücksichtlose Ausbeutung von Ressourcen und Kultur. Wir setzten uns dafür ein, dass der Tourismus stärker reguliert und auf einen nachhaltigen Pfad gesetzt wird und die Menschen vor Ort, sich aktiv an Planungen und Entscheidungen beteiligen können.

Guter Wille hilft nicht immer

Die Tourismusbranche, Kinderrechtsorganisationen und Regierungsbehörden einschließlich der Polizei müssen zusammenarbeiten, um die Gefahren für Kinder, die sich aus einem unkontrollierten Freiwilligentourismus ergeben, anzugehen.

Grenzen überwinden – für den Kinderschutz

Nach anfänglicher Gegenwehr nehmen sri-lankische Behörden und Tourismusunternehmen die sexuelle Ausbeutung von Kindern ernst und wollen gemeinsam mit der Zivilgesellschaft erfolgreiche Schutzstrategien entwickeln.

Deklaration von Salvador

Im Rahmen des Weltsozialforums fand das zweite globale Forum für nachhaltigen Tourismus statt. Rund 80 Vertreter von gemeindebasierten Tourismusinitiativen und Zivilgesellschaft verabschiedeten die Deklaration von Salvador, in der sie mehr Selbstbestimmung der Gemeinschaften fordern.

Wenn der Gast zum Störenfried wird

Endlich wurde das Thema "Over Tourism" auch auf der ITB diskutiert. Dabei ging es jedoch primär um das technische Management von Besucherströmen. Ernsthafte Debatten um Partizipation und Wachstumsgrenzen blieben leider aus.

Philippinische Seeleute

Die Philippinen zählen zu den führenden Entsendeländern für Arbeitskräfte auf Kreuzfahrtschiffen. Edwin Dela Cruz beschreibt, warum der philippinische Staat wenig Interesse an einer Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen hat.

Costa Rica: Weniger Schaden – mehr Nutzen

Costa Rica gilt als Vorreiter, wenn es um nachhaltige Tourismusstrategien geht. Auch im Umgang mit dem Kreuzfahrtsektor hat das Land vielversprechende Ansätze gefunden, die anderen Ländern als Vorbild dienen könnten.

Kreuzfahrttourismus in der Karibik

Noch immer nützt der Kreuzfahrttourismus den Menschen und der Wirtschaft in der Karibik zu wenig. Martha Honey zeigt, mit welchen Problemen die Karibikstaaten zu kämpfen haben und was neue Kreuzfahrt-Destinationen davon lernen können.

Wo geht die Reise hin?

Ute Dilg-Saßmannshausen fasst aktuelle Trends und Entwicklungen in der rasant wachsenden Kreuzfahrtindustrie zusammen.

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