Aktuelles

Die neu aufgelegte Studie „Vom Freiwilligendienst zum Voluntourismus“ betrachtet 50 Angebote im deutschsprachigen Raum. In Bezug auf Kindesschutz und Nachhaltigkeit zeigen die Programme kaum Verbesserungen, wie ein Vergleich mit den Rechercheergebnissen 2015 zeigt. Die Herausgeber bedauern, dass so die Potentiale für nachhaltige Entwicklung vor Ort und globales Lernen nicht entfaltet werden und Kinderrechte zu oft auf der Strecke bleiben.

Die 90. Ausgabe des TourismWatch Infodiensts macht deutlich, dass Overtourism ist nicht nur ein europäisches Phänomen ist. Unsere Autoren beschreiben, wie im indischen Goa und in Guanacaste in Costa Rica die wachsende Zahl der Touristen und deren Wünsche mit den elementaren Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung kollidieren.

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Die ITB Berlin 2018 findet vom 7. bis 11. März in Berlin statt. Sie finden uns am Stand 224 in Halle 4.1. Besuchen Sie unser Podium zum Thema Monitoring auf Gemeindeebene - zwischen Wachstum und Wohlbefinden. Wir haben einige Veranstaltungsempfehlungen für Sie zusammengetragen.

Vom 13 bis 17. März findet das Weltsozialforum in Salvador, Bahia in Brasilien statt. Auch das Thema Nachhaltigkeit im Tourismus steht auf der Agenda. Zivilgesellschaftliche Organisationen und gemeindebasierte Tourismusinitiativen aus aller Welt veranstalten gemeinsam das II Forum zu Nachhaltigem Tourismus. Im Mittelpunkt stehen dabei die Vernetzung und der Austausch über Herausforderungen und Lösungsansätze im community-based Tourism (CBT).

Unsere aktuelle Ausgabe des TourismWatch Informationsdiensts befasst sich mit den Auswirkungen des Klimawandels in Peru, Nepal, Fidschi und Tuvalu und zeigt, vor welche Herausforderungen er die Menschen vor Ort stellt und wie sie damit umgehen.

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Die Konferenz der Vereinten Nationen befasst sich mit der konrketen Umsetzung des Nachhaltigkeitsziels 14 zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Ozeane. Am 8. Juni 2017 verantaltet Tourism Watch gemeinsam mit Partnern aus Brasilien, Indien, Sri Lanka und den USA ein Side Event. Dabei geht es um die Problematik von Ocean Grabbing und Landrechtskonflikten sowie Konzepte zum Schutz der Rechte von Kleinfischern bei der Tourismusentwicklung in Küstengebieten.

Mehr als 30 Vertreter von Zivilgesellschaft und Wissenschaft aus aller Welt fordern in einer gemeinsamen Deklaration eine grundlegende Trendwende. Dazu gehören eine verbindliche Orientierung des Tourismus an allen Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und an internationalen Menschenrechtsstandards sowie eine stärkere Beteiligung der Menschen vor Ort. „Wir brauchen einen Perspektivwechsel im Tourismus. Neben dem Wohlbefinden der Urlauber müssen die Bedürfnisse der Menschen in den Zielgebieten stärker beachtet werden."

Die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Kontext von Reisen und im Tourismus nimmt weltweit zu, wie die Global Study von ECPAT International zeigt. Für Kinder sind neue Risiken entstanden, sei es durch veränderte Tourismustrends, die Globalisierung von Wirtschaftsbeziehungen oder moderne Kommunikationstechnologien. Im welt-sichten Dossier „Reisende Täter, gefährdete Kinder“ ordnen ECPAT Deutschland und Tourism Watch die zentrale Ergebnisse der Studie ein.

Die am 12. Mai von ECPAT International veröffentlichte „Global Study on Sexual Exploitation of Children in Travel and Tourism“ zeigt, dass das Ausmaß der sexuellen Ausbeutung von Kindern auf Reisen und im Tourismus weltweit stark zugenommen hat.

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung nimmt an vier Stellen explizit Bezug zum Tourismus. Damit verbunden ist die Aufforderung, die Potenziale des Tourismus zu nutzen und ihn zugleich im Rahmen planetarer Grenzen und im Sinne globaler Gerechtigkeit weiterzuentwickeln. Die Transformation unserer Welt, die die Agenda 2030 fordert, wird nur gelingen, wenn auch die Tourismuswende konsequent angegangen wird.

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