Aktuelles

Nachhaltiger und entwicklungsfreundlicher Tourismus – kann das überhaupt gehen? Wie lassen sich die Potenziale des Tourismus nachhaltig nutzen? Diese Fragen diskutieren Ilija Trojanow, Beststellerautor, Antje Monshausen von Tourism Watch, Friederike Grupp, Nachhaltigkeitsexpertin bei Thomas Cook und José Manuel Fröhling, Tourismusexperte der GIZ, beim  „Forum Entwicklung“ von Frankfurter Rundschau, hr-info und Deutscher Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit am 12. Juni um 18.30 in Frankfurt.

Die Konferenz der Vereinten Nationen befasst sich mit der konrketen Umsetzung des Nachhaltigkeitsziels 14 zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Ozeane. Am 8. Juni 2017 verantaltet Tourism Watch gemeinsam mit Partnern aus Brasilien, Indien, Sri Lanka und den USA ein Side Event. Dabei geht es um die Problematik von Ocean Grabbing und Landrechtskonflikten sowie Konzepte zum Schutz der Rechte von Kleinfischern bei der Tourismusentwicklung in Küstengebieten.

Mehr als 30 Vertreter von Zivilgesellschaft und Wissenschaft aus aller Welt fordern in einer gemeinsamen Deklaration eine grundlegende Trendwende. Dazu gehören eine verbindliche Orientierung des Tourismus an allen Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und an internationalen Menschenrechtsstandards sowie eine stärkere Beteiligung der Menschen vor Ort. „Wir brauchen einen Perspektivwechsel im Tourismus. Neben dem Wohlbefinden der Urlauber müssen die Bedürfnisse der Menschen in den Zielgebieten stärker beachtet werden."

In unserer aktuellen Ausgabe beleuchten wir Steuervermeidungsstrategien touristischer Großkonzerne und Korruption im Tourismus. Gelungene Beispiele aus Indien und Uganda zeigen, wie Partizipation im Tourismus erfolgreich gestaltet werden kann.  

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

Die Internationale Tourismusbörse (ITB) 2017 steht vor der Tür (8.-12. März 2017)! Tourism Watch bei Brot für die Welt ist auch in diesem Jahr mit einem Stand und mehreren Veranstaltungen auf der Messe vertreten. Wir freuen uns auf viele interessante Gespräche zu den Themen Entwicklungszusammenarbeit, Menschenrechten im Tourismus und Klimagerechtigkeit an unserem Stand 221 in der Halle 4.1. Wir begrüßen Sie auch herzlich zu unserer Veranstaltung "Leave no one behind - Participation and decision making in Tourism" am Mittwoch, 8.3.2017 um 16:00 Uhr.

Die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Kontext von Reisen und im Tourismus nimmt weltweit zu, wie die Global Study von ECPAT International zeigt. Für Kinder sind neue Risiken entstanden, sei es durch veränderte Tourismustrends, die Globalisierung von Wirtschaftsbeziehungen oder moderne Kommunikationstechnologien. Im welt-sichten Dossier „Reisende Täter, gefährdete Kinder“ ordnen ECPAT Deutschland und Tourism Watch die zentrale Ergebnisse der Studie ein.

Der "Wegweiser durch den Labeldschungel im Tourismus" hilft bei der Auswahl nachhaltiger Angebote. Zum Welttourismustag am 27. September präsentieren die Organisationen arbeitskreis tourismus & entwicklung (akte), ECOTRANS e.V., Brot für die Welt –Tourism Watch und Naturfreunde Internationale (NFI) den aktualisierten "Wegweiser durch den Labeldschungel". Die Broschüre bietet eine übersichtliche Orientierungshilfe für KonsumentInnen und trägt so zur Förderung einer nachhaltigen Tourismusentwicklung bei.

Die am 12. Mai von ECPAT International veröffentlichte „Global Study on Sexual Exploitation of Children in Travel and Tourism“ zeigt, dass das Ausmaß der sexuellen Ausbeutung von Kindern auf Reisen und im Tourismus weltweit stark zugenommen hat.

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung nimmt an vier Stellen explizit Bezug zum Tourismus. Damit verbunden ist die Aufforderung, die Potenziale des Tourismus zu nutzen und ihn zugleich im Rahmen planetarer Grenzen und im Sinne globaler Gerechtigkeit weiterzuentwickeln. Die Transformation unserer Welt, die die Agenda 2030 fordert, wird nur gelingen, wenn auch die Tourismuswende konsequent angegangen wird.

Unter dem Titel „Entwicklungsfaktor Tourismus“ hat der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) eine umfangreiche statistische Analyse der Ausgaben von deutschen Reisenden in Entwicklungs- und Schwellenländern vorgestellt. Die Studie erlaubt eine differenzierte Betrachtung der Höhe und Art der Ausgaben vor Ort und ermöglicht eine vorsichtige quantitative Abschätzung daraus resultierender Beschäftigungseffekte. Weiterreichende Interpretationen zu entwicklungspolitisch relevanten gesellschaftlichen Wirkungen sind jedoch nicht möglich. Die Studie belegt vielmehr, dass die Gleichung „Tourismus = Entwicklung“ ganz allgemein nicht haltbar ist.

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