Tourismuspolitik

Plakat von bebauter Weltkugel auf Wand
© Robert Wenzel

Tourismuspolitik ist auch heute noch sehr oft Standortpolitik. Sie hört viel zu häufig an der Stadt- oder Landesgrenze auf: da buhlen Weinbaugebiete in Südafrika gegeneinander um die Gunst der Reisenden und Minister kleiner Karibikstaaten stechen sich beim Anwerben von Tourismus-Investitionen gegenseitig aus. Diese Leuchtturm-Mentalität ist einem weltweit verzweigten Wirtschaftsbereich wie dem Tourismus unangemessen; entwicklungspolitisch ist sie sogar gefährlich, weil sie klimaschädliches Wachstum und die globale Konkurrenz um die billigsten Arbeitskräfte genauso verursacht, wie die rücksichtlose Ausbeutung von Ressourcen und Kultur. Wir setzten uns dafür ein, dass der Tourismus stärker reguliert und auf einen nachhaltigen Pfad gesetzt wird und die Menschen vor Ort, sich aktiv an Planungen und Entscheidungen beteiligen können.

Rezension „Tourismus in Entwicklungs- und Schwellenländer“

Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung hat die dritte Fortschreibung seiner Studie „Tourismus in Entwicklungs- und Schwellenländer“ vorgelegt. In der Publikation werden wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Effekte des Tourismus analysiert.

Karibik: Frauen im Tourismus stärken

Ausgebildete Managerin auf Barbados
© Krystal Yearwood

Krystal Yearwood vom UNDP-Future Tourism Projekt in der Karibik spricht über die Bedeutung von Female Empowerment für den Wiederaufbau touristischer Kleinstunternehmen nach COVID-19.

Madagaskar: Aus dem Schatten heraustreten

Madagaskar Boot auf Fluss
© Antonio Sanchez_Unsplash

In Madagaskar herrscht keine Gleichberechtigung, doch Frauen sind zunehmend freier, ihre Beschäftigung selbst zu wählen. Die Pandemie hat sie noch kreativer und entschlossener gemacht.

Panel Diskussion - ITB Kongress 2022

Paneldiskussion Informeller Sektor ITB 2022
© ITB

Unternehmen sollten nicht von der Verletzlichkeit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der informellen Wirtschaft profitieren, sondern menschenrechtliche Sorgfaltsstrategien anwenden, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Europa: Schluss mit Schönfärberei

Bunt gestreifte Wand mit einem Mann davor
© Mario Gogh_unsplash

Die barocke Pracht macht Europas Metropolen zu Tourismusmagneten. Gäste erfahren jedoch meist nicht, dass dieser Wohlstand auch auf Ausbeutung in den Kolonien fußt.

Brasilien: Postkoloniales Bahia

Afrobrasilianische Frau am Fenster bei Tag
© Marianna Smiley_unsplash

Der Tourismus im brasilianischen Bundesstaat Bahia lebt vom kulturellen Erbe der afrobrasilianischen Bevölkerung. Doch statt authentischer Kultur, gleicht das Straßenbild einer Inszenierung rassistischer Stereotype.

Rezension: Afrika ist kein Land

Leuchtender Globus
© Maksim Shutov_unsplash

Eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die in afrikanische Länder südlich der Sahara reisen oder einfach nur ihr eigenes Bild des Kontinents auf den Prüfstand stellen wollen.

Gemeinsam für Impfgerechtigkeit weltweit!

Auf zwei internationalen Online-Seminaren zum Thema Impfgerechtigkeit wurde die Notwendigkeit eines stärkeren Engagements der Tourismusbranche hervorgehoben und Beispiele für die Umsetzung gegeben.

Surftourismus weltweit

Zaun aus Surfbrettern
© Tatonomusic_unsplash

Reisen, um zu surfen wird immer beliebter. Doch die heutige Ausprägung der Sportart basiert auf einer kolonialen Vergangenheit, deren Machtstrukturen sich in der Gegenwart fortsetzen.

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