Wirtschaft

Hotel
© Robert Wenzel

Tourismus ist einer der dynamischsten und am schnellsten wachsenden Wirtschaftsbereiche. Jeder elfte Job weltweit hängt am Tourismus und in jedem dritten Entwicklungsland ist der Tourismus die Hauptdevisenquelle. Trotzdem: etwa die Hälfte der Menschen im Tourismus arbeiten im informellen Sektor – ohne Arbeitsverträge und soziale Sicherheit – sie sind Taxifahrer, Souvenirverkäuferinnen oder versuchen sich als inoffizielle Tourguides. Auch die, die formelle Verträge haben, schuften trotzdem oft unter ausbeuterischen Bedingungen: ohne bezahlte Überstunden, mit zu wenig Pausen und bei mangelnden Aufstiegsperspektiven. Kein Wunder, dass der Tourismussektor statistisch gesehen in Entwicklungs- und Schwellenländern langfristig sogar Einkommensungleichheiten begünstigt. Wir setzen uns deshalb für einen Tourismus ein, der Ungleichheiten abbaut und Menschen eine faire Teilhabe ermöglicht.

Agrotourismus in der Karibik

Erntestand auf den Bahamas
© Tony Tong
Viele Karibikstaaten setzen auf Tourismus für wirtschaftlichen Fortschritt – oft auf Kosten anderer Wirtschaftszweige, insbesondere der Landwirtschaft.

Vertreibung aus dem Paradies

Immer wieder wird der Tourismus als Motor für nachhaltige Entwicklung und wirksames Mittel zur Armutsbekämpfung gepriesen. Sein enormer Land- und Ressourcenverbrauch wird jedoch viel zu selten berücksichtigt. Dabei bedroht er die Rechte der lokalen Bevölkerung auf ihr Land und ihren Zugang …

Das verlorene, wiedergewonnene Paradies: Verkauft!

Ati Stamm auf Boracay
© Dr. Mary Kristerie Baleva
Unkontrolliertes Tourismuswachstum drängt die indigenen Ati ins Hinterland der philippinischen Insel Boracay. Unermüdlich setzen sie sich gegen die Verletzung ihrer Landrechte zur Wehr.

Die dunkle Seite des Lebens

Male City
© Jumanaa Shareef
Lange galt der Tourismus auf den Malediven als Motor für den wirtschaftlichen Aufschwung. Doch nur ein kleiner Kreis profitiert von der exzessiven Tourismusentwicklung auf unbewohnten Inseln.

Kampf auf Nairobis Straßen

Der Markteintritt der Vermittlungs-App Uber im Jahr 2015 hat den kenianischen Taximarkt grundlegend verändert. Drei Jahre später fordern die Taxifahrerinnen und -fahrer eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen.

„Wie war Ihr Aufenthalt in…?“

Neue Anwendungen und neue Wege der Online-Kommunikation bieten Chancen und Herausforderungen für kleine Tourismusanbieter. Vor allem Bewertungen und so genannte „nutzergenerierte Inhalte" können über den Erfolg kleiner Unternehmen bestimmen.

Ländlichen Tourismus online buchbar machen

Eine spezielle Buchungsplattform soll helfen, abgelegene Gemeinschaften und Touristen zusammenzubringen. Dabei wird Wert auf Qualifizierung und Zertifizierung der Anbieter gelegt.

Durchs Netz gefallen

Im Interview gibt Dr. Christopher Foster von der Universität Sheffield einen Einblick inwieweit kleine und mittelständische Tourismusunternehmen in Kenia und Ruanda von Informations- und Kommunikationstechnologien profitieren.
Wirtschaft abonnieren

Infoservice

Die wichtigsten Hintergründe alle zwei bis drei Monate im Abo Hier abonnieren