Kultur und Religion

Stone Statues in Myanmar
© Robert Wenzel

„Land und Leute kennen zu lernen“ ist ein zentrales Reisemotiv gerade bei Reisen in Entwicklungsländern – überall auf der Welt boomen spirituelle Reiseangebote. Im Urlaub finden viele Reisende die Zeit und Ruhe, um Kirchen und Tempel zu besuchen oder sie bereisen abgelegene Bergdörfer, um seltene Webtechniken der indigenen Handwerkerinnen zu erlernen. Über den eigenen Tellerrand zu schauen, ändert die Perspektive auf die Welt. Allerdings ist der Grad zwischen ehrlicher Neugier und touristischem Voyerismus schmal. Bei vielen Angeboten stellt sich auch die Frage, ob sie tatsächlich von der lokalen Bevölkerung gewollt sind oder eher für Reisende entwickelt wurden. Wir möchten Reisende dazu motivieren, Begegnungen auf Augenhöhe zu erleben und unterstützen gemeindebasierte Tourismusinitiativen dabei, selbstbestimmt zu wirtschaften.

Unter unseren Füßen

Die ghanaische Sklavenfestung Elmina vermittelt Besuchenden die historische Bedeutung des Sklavenhandels und verdeutlicht die heutige Verantwortung, dass sich eine solche Tragödie niemals wiederholen darf.

Die Killing Fields von Kambodscha

Gedenkstätten in Kambodscha informieren auf eindrückliche Weise über den Massenmord der Roten Khmer an der eigenen Bevölkerung und leisten einen wichtigen Beitrag gegen das Vergessen.

Quilombo-Gemeinschaften in Brasilien

Gemeindebasierter Tourismus in marginalisierten Quilombo-Gemeinschaften in Brasilien schafft Möglichkeiten zur Vergangenheitsbewältigung und Wertschätzung traditioneller Lebensweisen.

Overtourism in Welterbestätten

Dr. Mechthild Rössler, Direktorin des UNESCO-Welterbezentrums, erläutert im Interview, wie die UNESCO mit dem zunehmenden Andrang von Besuchern und Besucherinnen in Welterbestätten umgeht.

Menschen in Armut fotografieren?

Ob Slums, Townships oder Favelas: benachteiligte Stadtviertel werden immer häufiger von Touristen besucht. Werden solche Ausflüge sozialverantwortlich organisiert, können Bewohner und Touristen gleichsam etwas davon haben, im Sinne von Win-Win-Situationen. Besucher können die …

Privatsphäre wahren

„Kommt herein, das Haus ist Eures!” Viele Brasilianer verwenden immer noch diese alte Redewendung, damit sich ihre Gäste wie zuhause fühlen. Eine solche Gastfreundschaft findet man jedoch nicht in Rio de Janeiro oder São Paulo, sondern in den Herzen und Häusern der Menschen abseits des …

Zwischen Voyeurismusvorwürfen und Solidarität

Soweto und Kibera, Rocinha und Dharavi sind heute vielen Menschen auch namentlich ein Begriff. Slums, definiert als „Gebiete relativer städtischer Armut“, sind Teil der touristischen Landkarten in Südafrika und Kenia, Brasilien und Indien. Wie es dazu kam und wie die touristische …

Naturfreunde-Flyer „Social Media auf Reisen“

Schnell ein Foto vom Hotelzimmer auf Facebook gepostet, ein Bild vom Ausflug über Whatsapp an die Freunde versandt: Smartphone und Tablet sind mittlerweile fester Bestandteil unseres Reisegefühls. Wir wollen unsere Familie und unsere Freunde teilhaben lassen am Urlaubsgenuss, aber auch an …

Naked Tourism und „Begpacking“

Während sich Behörden, Politiker und die einheimische Bevölkerung in touristischen Hochburgen zum Teil bemühen, Alkoholexzesse und laute Partys von Touristen zu sanktionieren, gibt es nun Berichte über neue Phänomene schlechten Benehmens bei Urlaubern, etwa sich nackt in Kulturstätten …

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