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    Reisesicherheit (09/2026)

    Ausgabennummer 125


    © Peretz Partensky/Wikimedia Commons

    Tourist Police, Nepal

    Liebe Leser*innen,

    aktuelle Krisen und ihre geopolitischen Auswirkungen machen Reiseentscheidungen komplexer. Der Sicherheitsreport 2026 der ERGO Reiseversicherung zeigt, wie stark diese Entwicklungen Reisende beschäftigen. In der Erhebung wurden 1.240 Reisende zu ihren Sicherheitsbedürfnissen im Urlaub befragt. Zu den drei größten Sorgen der Befragten zählen Kriminalität (40 Prozent), Kriege, politische Unruhen oder bewaffnete Konflikte (38 Prozent) sowie Krankheiten (31 Prozent). Sicherheitsbedenken haben auch konkrete Folgen für die Reiseplanung: 63 Prozent der Befragten würden bestimmte Reiseziele meiden oder gezielt als sicher eingestufte Länder wählen. Fast 40 Prozent geben an, eine Reise bei einer Verschlechterung der Sicherheitslage abzubrechen.

    Doch Sicherheit im Tourismus betrifft nicht nur Reisende und Reiseveranstalter. Maßnahmen und Strukturen, die der Sicherheit von Reisenden dienen, können Auswirkungen auf die Menschen haben, die in den Destinationen leben. In unserer Herbstausgabe betrachten wir Reisesicherheit daher aus unterschiedlichen Perspektiven und fragen, wie sie mit Menschenrechten, gesellschaftlicher Teilhabe und nachhaltiger Entwicklung zusammenhängt.

    Apoena Mano zeigt am Beispiel des Favela-Tourismus in Rio de Janeiro, wie die Sicherheitsbedürfnisse von Tourist*innen priorisiert werden, während die Bewohner*innen seit Jahrzehnten mit Kriminalität und Polizeigewalt konfrontiert sind. Dennoch sind solche Ungleichheiten nicht unveränderlich. Sarah Becklake untersucht, wie Sicherheitspraktiken im Tourismus selbst neue Unsicherheiten schaffen, bestehende Ungleichheiten verstärken und damit nachhaltige Entwicklung untergraben können. Im Interview mit Mirko Jacubowski von A3M – einem Anbieter von Lösungen zum Management von Reiserisiken – schauen wir schließlich darauf, wie Sicherheitsrisiken für die Branche bewertet werden und worauf es bei ihrer Kommunikation ankommt, um Destinationen nicht vorschnell zu stigmatisieren

    Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.

    Reisesicherheit (09/2026)

    Artikel

    © Donatas Dabravolskas/Wikimedia
    25.09.2026

    Tourismus, Gewalt und rassistische Ungleichheiten in den Favelas von Rio de Janeiro

    Gewalt gehört für viele Favela-Bewohner*innen zum Alltag. Betrifft sie Tourist*innen, erhält sie plötzlich internationale mediale Aufmerksamkeit.

     ...mehr

    © Sarah Becklake
    25.09.2026

    Touristische (Un-)Sicherheit

    Der Schutz von Tourist*innen und touristischer Infrastruktur kann lokale Unsicherheiten verstärken und nachhaltige Entwicklung untergraben.

     ...mehr

    © Matt Palmer/Unsplash
    25.09.2026

    Interview mit A3M: Reisesicherheit in Zeiten globaler Krisen

    Reiserisiken können sich kurzfristig verändern. Differenzierte Bewertungen helfen Tourismusunternehmen und Reisenden, angemessen zu reagieren.

     ...mehr

    Kurzinformationen, Literatur und Materialien

    © ERGO Reiseversicherung AG
    25.09.2026

    Sicherheitsreport 2026: Sicherheitsbedürfnis von Reisenden bleibt auf hohem Niveau

    Kriminalität und politische Konflikte bereiten Reisenden Sorgen. Knapp 40 Prozent würden ihre Reise bei verschlechterter Sicherheitslage abbrechen.

     ...mehr

    © ECPAT Deutschland
    25.09.2026

    Neue ECPAT-Analyse zu Kinderschutzrisiken in touristischen Unterkünften in Deutschland

    Sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen findet auch in Tourismusunterkünften in Deutschland statt.

     ...mehr

    © Nguyen Dang Hoang Nhu/Unsplash
    25.09.2026

    Welttourismustag 2026: UN Tourism setzt Digitalisierung und KI auf die Agenda

    Digitale Technologien eröffnen neue Möglichkeiten für den Tourismus. Jetzt entscheidet sich, nach welchen Regeln die Transformation gestaltet wird.

     ...mehr

    © Informa UK Limited/Taylor & Francis Group
    25.09.2026

    Journal of Sustainable Tourism: Vielfalt und Inklusion im Tourismus

    Für einen gerechteren Tourismus reicht sichtbare Vielfalt allein nicht aus. Inklusion braucht strukturelle Veränderungen und echte Teilhabe.

     ...mehr

    © Hanser Verlag
    25.09.2026

    Buchtipp und Lesungen: „wo zeit stehen bleibt – vom tourismus und seiner gewalt“

    Wer kann sich frei bewegen und wer nicht? Sinthujan Varatharajah verarbeitet koloniale Kontinuitäten und ungleiche Voraussetzungen des Reisens.

     ...mehr

    MINUSMA QIPs Project for the peace in MaliProject to create a farm for young people: MINUSMA supports young people through agriculture. The project is part of the promotion of youth employment in the city of Gao and the strengthening of youth resilience. Its main objective is to improve the conditions of the populations, to cover the needs of farmers to live and to curb the mass exodus of young people to the outside. In addition to raising poultry and market gardening, the association plans in the future to increase the farm by fish farming and the raising of small ruminants and cows.
    © Harandane Dicko/UN Photo
    25.09.2026

    Veranstaltungshinweis „Sicherheit neu denken“

    Welche Rolle spielt Entwicklung für Frieden und Sicherheit? Expert*innen diskutieren dazu in Berlin und München.

     ...mehr

     

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