Touristische Unterkünfte geraten zunehmend in den Fokus, wenn es um den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Ausbeutung geht. Welche Risiken bestehen im Beherbergungssektor? Wo gibt es Schutzlücken und welche Maßnahmen können dazu beitragen, Ausbeutung von Minderjährigen wirksam zu verhindern?
Antworten gibt die neue Studie von ECPAT Deutschland „Zwischen Anonymität und Verantwortung – Kinderschutz in touristischen Unterkünften in Deutschland“. Die Ergebnisse zeigen, dass unterschiedliche Unterkunftsarten betroffen sein können – von Ferienwohnungen bis hin zu Hotels. Digitale Buchungsplattformen und kontaktlose Check-ins können Täter*innen einen schnellen und teilweise anonymen Zugang zu Unterkünften ermöglichen. Auch spielen die auf Privatsphäre ausgelegten Hotelinfrastrukturen eine Rolle.
Die Studie zeigt aber auch auf, wie Unterkünfte den Schutz von Kindern und Jugendlichen konkret stärken können: Mitarbeitende sollten für Anzeichen sexueller Ausbeutung sensibilisiert und im Umgang mit Verdachtsfällen geschult werden. Verbindliche Schutzkonzepte und Meldewege sowie die Zusammenarbeit mit Fachberatungsstellen und Strafverfolgungsbehörden helfen dabei, Verdachtsfälle frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren.


