Aktuell befinden wir uns in schwierigen Zeiten für die internationale Zusammenarbeit zur Stärkung nachhaltiger Entwicklung. Nachhaltigkeitsstandards werden aufgeweicht, Projektmittel gekürzt und NGOs geraten zunehmend unter Druck. Mit dem Auslaufen von Tourism Watch bei Brot für die Welt ist eine Lücke in der tourismuskritischen Arbeit entstanden – national wie international. Umso erfreulicher ist es, dass bei ECPAT Deutschland eine Bildungsstelle mit dem Fokus „Tourismus für globale Gerechtigkeit“ eingerichtet wurde, um diese Lücke zu schließen. Sie wird von Brot für die Welt mit Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes gefördert. Tourism Watch wird in diesem Kontext weitergeführt und inhaltlich geschärft.
Der Tourism Watch-Infodienst bleibt bestehen und wird weiterhin alle drei Monate wichtige Einblicke in Zielgebiete und Perspektiven des globalen Südens geben. Die Registrierungsdaten werden von Brot für die Welt an ECPAT Deutschland e.V. übergeben. Wenden Sie sich bitte an uns, wenn Sie den Newsletter künftig nicht mehr erhalten möchten. Wenn Sie nichts machen, erhalten Sie im Sommer regulär den nächsten Informationsdienst von tourism-watch@ecpat.de.
Was sich nicht ändert, ist unser Anspruch an Qualität, Internationalität und die Möglichkeit zum Perspektivwechsel: Im Fokus des Infodienstes stehen auch zukünftig menschenrechtliche Sorgfaltspflichten und Kinderschutz im Tourismus sowie Fragen einer global gerechten Ausgestaltung touristischer Wertschöpfung vor dem Hintergrund knapper Ressourcen und den Auswirkungen der Klimakrise.
Kurz nach diesem Neustart von Tourism Watch fand Anfang März mit der ITB in Berlin die weltweit größte Tourismusmesse statt. Die Branche präsentierte sich zwischen geopolitischen Krisen, digitaler Transformation und der Frage, ob weiteres Wachstum mit mehr Unternehmensverantwortung in Einklang gebracht werden kann. In diesem Newsletter ordnen wir zentrale Debatten und Entwicklungen der ITB 2026 für Sie ein.

