Zwei Handreichungen zum Umgang mit Arbeitsrechten während der Corona-Pandemie

Der aktuelle Bericht der Weltarbeitsorganisation ILO zu COVID-19 nennt zentrale Sektoren, die von dramatischen Wirtschaftsausfällen betroffen sind. Insgesamt zählen diese Sektoren 1,25 Milliarden weltweit Beschäftigte und machen damit fast 38 Prozent der globalen Arbeitsplätze aus. Die Folgen sind dramatische Reduzierungen in der Arbeitszeit, Gehaltsreduzierungen und Entlassungen.  Allein im Hotel- und Gastronomiebereich sind 144 Millionen Arbeiter*innen in Gefahr – mehr als die Hälfte von ihnen Frauen.

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen hat die IUF, die Internationale Gewerkschaft der Arbeiter im Lebensmittel-, Hotel- und Gastronomiesektor, zwei Handreichungen veröffentlicht. Die erste enthält Forderungen zum Erhalt von Arbeitsplätzen und zur Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen, die die Pandemie notwendig macht. Im zweiten Dokument setzt sich die IUF für einen gendersensiblen Ansatz im Umgang mit COVID-19 ein. Dabei soll vor allem der Situation Rechnung getragen werden, dass Frauen neben ihrer Erwerbsarbeit oft noch Verantwortung für die Familie und für ältere und kranke Menschen übernehmen. Die Handreichung nimmt auch Bezug auf die Zunahme häuslicher Gewalt gegen Frauen in Folge von Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Beide Handreichungen sind an Arbeitgeber und Regierungen gerichtet und empfehlen konkrete Maßnahmen um Arbeiter*innen zu schützen.

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