Tool zur menschenrechtlichen Folgenabschätzung

Der Roundtable Human Rights in Tourism unterstützt Reiseveranstalter dabei, ihre Lieferkette in Bezug auf menschenrechtliche Risiken und Auswirkungen zu analysieren und individuelle Maßnahmen zu entwickeln, um diese einzudämmen. Dazu wurde das „Get Started“-Online-Tool nun mit einer Schritt-für-Schritt Anleitung zur systematischen Planung und Durchführung einer menschenrechtlichen Folgenabschätzung (Human Rights Impact Assessment – HRIA) in Destinationen erweitert. Im Oktober führte der Roundtable dazu ein Pilotprojekt in Thailand und Myanmar durch. Die vor Ort gewonnenen praktischen Erfahrungen flossen in das neue HRIA-Tool ein.

Während das „Get Started“-Tool einen ersten Überblick und praktische Beispiele zu menschenrechtlichen Risiken entlang der touristischen Lieferkette gibt, geht das HRIA-Tool noch einen Schritt weiter: Ein HRIA vermittelt ein genaueres Verständnis des menschenrechtlichen Kontexts der Geschäftstätigkeiten in einer Destination und identifiziert potenzielle und tatsächliche Wirkungen der unternehmerischen Tätigkeit oder der lokalen Geschäftspartner, indem verschiedene lokale Stakeholder und Akteure aktiv befragt und einbezogen werden.

Das kostenlose web-basierte Tool hilft bei der Auswahl und thematischen Priorisierung einer Destination vor der Entscheidung für ein Vor-Ort-Assessment. Darauf aufbauend helfen zahlreiche Vorlagen, Fragebögen und Downloads sowie ein Login-Bereich Reiseveranstaltern, ganz konkret ihre relevanten, geschäftsbezogenen Daten auszuwerten und ihre individuelle Folgenabschätzung durchzuführen. Das Tool gibt Anregungen, um einen Aktionsplan mit Maßnahmen zu entwickeln und unter Einbezug der lokalen Akteure und Rechteinhaber umzusetzen.

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