Aktuelles

Unsere aktuelle Ausgabe des TourismWatch Informationsdiensts befasst sich mit den Auswirkungen des Klimawandels in Peru, Nepal, Fidschi und Tuvalu und zeigt, vor welche Herausforderungen er die Menschen vor Ort stellt und wie sie damit umgehen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

Vom 28.-30. September 2017 lädt die International Alliance of Inhabitants, ein globaler  Zusammenschluss zivilgesellschaftlicher Organisationen und Bewegungen zum Recht auf Wohnen, zu einem öffentlichen Tribunal über Vertreibungen nach Venedig ein. Bei den ersten Tribunalen zwischen 2011 und 2016 fielen dabei immer wieder Fälle auf, die in Zusammenhang mit Tourismus standen.

Die Konferenz der Vereinten Nationen befasst sich mit der konrketen Umsetzung des Nachhaltigkeitsziels 14 zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Ozeane. Am 8. Juni 2017 verantaltet Tourism Watch gemeinsam mit Partnern aus Brasilien, Indien, Sri Lanka und den USA ein Side Event. Dabei geht es um die Problematik von Ocean Grabbing und Landrechtskonflikten sowie Konzepte zum Schutz der Rechte von Kleinfischern bei der Tourismusentwicklung in Küstengebieten.

Mehr als 30 Vertreter von Zivilgesellschaft und Wissenschaft aus aller Welt fordern in einer gemeinsamen Deklaration eine grundlegende Trendwende. Dazu gehören eine verbindliche Orientierung des Tourismus an allen Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und an internationalen Menschenrechtsstandards sowie eine stärkere Beteiligung der Menschen vor Ort. „Wir brauchen einen Perspektivwechsel im Tourismus. Neben dem Wohlbefinden der Urlauber müssen die Bedürfnisse der Menschen in den Zielgebieten stärker beachtet werden."

Die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Kontext von Reisen und im Tourismus nimmt weltweit zu, wie die Global Study von ECPAT International zeigt. Für Kinder sind neue Risiken entstanden, sei es durch veränderte Tourismustrends, die Globalisierung von Wirtschaftsbeziehungen oder moderne Kommunikationstechnologien. Im welt-sichten Dossier „Reisende Täter, gefährdete Kinder“ ordnen ECPAT Deutschland und Tourism Watch die zentrale Ergebnisse der Studie ein.

Der "Wegweiser durch den Labeldschungel im Tourismus" hilft bei der Auswahl nachhaltiger Angebote. Zum Welttourismustag am 27. September präsentieren die Organisationen arbeitskreis tourismus & entwicklung (akte), ECOTRANS e.V., Brot für die Welt –Tourism Watch und Naturfreunde Internationale (NFI) den aktualisierten "Wegweiser durch den Labeldschungel". Die Broschüre bietet eine übersichtliche Orientierungshilfe für KonsumentInnen und trägt so zur Förderung einer nachhaltigen Tourismusentwicklung bei.

Die am 12. Mai von ECPAT International veröffentlichte „Global Study on Sexual Exploitation of Children in Travel and Tourism“ zeigt, dass das Ausmaß der sexuellen Ausbeutung von Kindern auf Reisen und im Tourismus weltweit stark zugenommen hat.

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung nimmt an vier Stellen explizit Bezug zum Tourismus. Damit verbunden ist die Aufforderung, die Potenziale des Tourismus zu nutzen und ihn zugleich im Rahmen planetarer Grenzen und im Sinne globaler Gerechtigkeit weiterzuentwickeln. Die Transformation unserer Welt, die die Agenda 2030 fordert, wird nur gelingen, wenn auch die Tourismuswende konsequent angegangen wird.

Unter dem Titel „Entwicklungsfaktor Tourismus“ hat der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) eine umfangreiche statistische Analyse der Ausgaben von deutschen Reisenden in Entwicklungs- und Schwellenländern vorgestellt. Die Studie erlaubt eine differenzierte Betrachtung der Höhe und Art der Ausgaben vor Ort und ermöglicht eine vorsichtige quantitative Abschätzung daraus resultierender Beschäftigungseffekte. Weiterreichende Interpretationen zu entwicklungspolitisch relevanten gesellschaftlichen Wirkungen sind jedoch nicht möglich. Die Studie belegt vielmehr, dass die Gleichung „Tourismus = Entwicklung“ ganz allgemein nicht haltbar ist.

Kurzzeitige Freiwilligeneinsätze mit hohem Abenteuer- und Erlebnisgehalt - der sogenannte Voluntourismus - erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Auch immer mehr Reiseveranstalter entdecken den Trend und nehmen Freiwilligeneinsätze ins Programm.