Nr. 36 Kinderarbeit, Wahrnehmung (10/2004)

"Wer andere besucht, soll seine Augen öffnen, nicht den Mund"

mit diesem Sprichwort aus Tanzania wünschen wir allen Lesern undLeserinnen eine anregende Lektüre, freuen uns über Rückmeldungen und beimkostenfreien Nachdruck einzelner Beiträge jeweils über zwei Belegexemplare,

Mit freundlichen Grüßen

Heinz Fuchs        Ludmilla Tüting

Follow-up: Widerstand gegen Tourismuskonzessionen in Peru

Im Juli 2004 fand in Lamud in der Provinz Luya (Region Amazonas) in Peru das "Erste Internationale Seminar: Dorfgemeinschaften und soziale Auswirkungen des Tourismus" statt. Daran nahmen VertreterInnen von Organisationen und Institutionen der Regionen Lambayeque, Cajamarca, Piura, Tumbes und Amazonas teil.

Malediven: Unruhen im vermeintlichen Paradies

Nach dem Besuch einer Delegation auf den Malediven beschloss das Europa-Parlament am 16. September, alle nicht-humanitäre Hilfe sofort zu stoppen und Regierungsmitgliedern keine Einreise in die EU zu gestatten. "Wir können nicht länger eine Diktatur unterstützen, die die Sahne des Tourismuskuchens einstreicht und im Ausland versteckt", so einige der Abgeordneten. Touristen wird nahegelegt, sich …

Maoisten in Nepal

In keinem anderen Ferienziel der Welt kommen Touristen so hautnah mit militanten Rebellen in Berührung wie in Nepal. Wie gefährlich sind die Maoisten, die das heutige China verabscheuen, für Bergwanderer? Diese Fragen stellen sich viele potentielle Nepal-Besucher. Die Antwort vorweg: Man kann immer noch gut in das Himalaya-Königreich, das zu den ärmsten Ländern der Erde gehört, reisen. Es ist …

Kinderarbeit mitten in Europa: "Schwaben-" und "Verdingkinder"

UN-Gedenkjahr zur Abschaffung der Sklaverei "Sklavenhandel gab es nur von Afrika nach Amerika. Die alten Stätten und Sklavenforts kann man in Ghana als Touristenattraktion besichtigen", erzählte der Globetrotter,"bei uns gab es keine organisierte Sklaverei". Falsch, ganz falsch. Was waren denn die "Zwangsarbeiter" im Zweiten Weltkrieg, die auf Englisch richtigerweise "slave labourer" …

Revolutionstourismus - "Nur Brennholz und Tortillas"

Eine junge Deutsche lebte eine Weile in einem Solidaritätscamp in Chiapas, Mexiko. Auf die Frage, wer das Camp der Zapatistas versorgt habe, antwortete sie: "Niemand, wir haben alles selbst mitgebracht. Aus dem Dorf bekamen wir nur Brennholz und Tortillas". "Nur? Die Ökonomie der indianischen Bauern in Chiapas besteht fast aus nichts anderem", so die "blätter des iz3w" vom Juni 1996. "Wieso war …

"SHERPA®"

Definition des bayerischen Ministers Erwin Huber (CSU), der im kabarettistischen Singspiel "Höhenrausch am Nockherberg" beim "Starkbieranstich 2004", als der "Sherpa" von Stoiber dargestellt wurde: "Ich finde, Sherpa ist ein ganz ehrenwerter Beruf. Einen Sherpa braucht man nur im schwierigsten Gelände. Er übernimmt die schwierigsten Aufgaben und er weiß immer den richtigen Weg. Bundespräsident …

Olympische Betrachtungen

"Das sieht ein wenig nach Bademantel aus" - Unhöflicher Kommentar von ZDF-Sportchef Wolf-Dieter Poschmann über die Nationaltracht der Männer aus Bhutan. Während der Eröffnungsfeier marschierten Männer aus vier Ländern in knielangen rockartigen Nationaltrachten ein: aus Bhutan, Fiji, Samoa und Amerikanisch-Samoa. (Schotten im Faltenrock waren nicht vertreten). Achtung westliche Modeschöpfer: Kurze …

Erfindung Nr. 3: Vollautomatische Vogelscheuche

Buchauszug von Paul Zacharia © Es ist unzivilisiert und untragbar, dass immer noch Vögel auf den Denkmälern unserer großen Männer ihre Exkremente hinterlassen. Überlegen Sie nur einmal, wie viele Vögel aus dem Ausland nach Indien ziehen! Und denken Sie [dabei] daran, was unsere Premierministerin Indira Gandhi über die"Machenschaften des Auslands" (1) sagte! Ist der Gedanke völlig von der Hand zu …

Bericht über die menschliche Entwicklung 2004

Interessante Beiträge, zahllose Tabellen mit - sofern vorhanden - entwicklungspolitischen Daten zu 177 Ländern bis maximal 2002. Ranking und Beiträge in deutscher, Tabellen in englischer Sprache. Erneut vergessen wurden leider Erklärungen zu Abkürzungen. "MDG" bei den Tabellen z.B. steht für "Millenium Development Goal" /"Millenium-Entwicklungsziele". Eine deutsche Abkürzung für das Original …

Netzwerke: ECOT-Zukunftswerkstatt in Hongkong

"Als wir Mitte der 70er Jahre erstmals nach Europa reisten, um über die problematischen Auswirkungen des aufkommenden Tourismus zu informieren, fanden wir kaum jemanden, der sich dafür interessierte. Dies ist Gott sei Dank anders geworden!" So erinnerte sich Ron O´Grady (1) bei der Zukunftswerkstatt der Ecumenical Coalition on Tourism (ECOT), die im September in Hongkong stattfand, an die …

Konferenz in Berlin: Ethnologie und Tourismus

Der Ferntourismus in die sogenannten Entwicklungsländer steigt an. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass das stetige Wachstum des Tourismus speziell in den Ländern des Südens häufig ethische, soziale und kulturelle Veränderungsprozesse mit Langzeitwirkung verursacht, die wesentlich das Aufgabenfeld der Ethnologie tangieren. Seit geraumer Zeit besteht eine ständig steigende …

Erklärung gegen Auswirkungen der Tourismuskonzessionen in Peru

Vom 15. bis 18. Juli 2004 fand in Lamud in der Provinz Luya (Region Amazonas) in Peru das Erste Internationale Treffen: Dorfgemeinschaften und soziale Auswirkungen des Tourismus statt. Daran nahmen Vertreter von Organisationen und Institutionen der Regionen Lambayeque, Cajamarca, Piura, Tumbes und Amazonas teil. Eingeladen waren auch VertreterInnen verschiedener Organisationen aus Deutschland, …

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