Nr.101 Corona und Resilienz im Tourismus (06/2020)

Ausgabennummer
101
Geschlossener Strand wegen Covid-19 Auflage
© Hayden Dunsel - Unsplash

Schon seit vielen Jahren sagen Beobachter*innen voraus, dass Krisen – verursacht zum Beispiel durch den Klimawandel oder geopolitische Ereignisse – unsere Reiseentscheidungen zukünftig maßgeblich bestimmen werden. Als Trend zeichnete sich das lange ab, durch Corona ist diese Prognose mit einem Schlag Realität geworden.

Die Zukunft hat begonnen! Für die meisten Menschen, egal ob sie im Tourismus arbeiten oder einfach nur gerne reisen, klingt es wie eine Drohung, dass die jetzige Gegenwart bereits die neue Zukunft sein soll. Und das ist sie auch nicht! Denn noch haben wir es in der Hand, diese Zukunft zu gestalten! Damit sollten wir nicht bis morgen warten, sondern heute beginnen.

Denn leider zeigt sich ganz aktuell, dass weite Teile der Tourismuswirtschaft - die seit zehn Jahren fast nichts anderes als Wachstum kannte - es versäumt hat, in den guten Jahren an krisenfesten und wirklich nachhaltigen Geschäftsmodellen zu arbeiten. Wir zeigen in unserem Überblicksartikel zu Resilienz und den Berichten aus Indien und dem Iran, wie krisenerprobt Gemeinschaften dort sind und was auch die hiesige Tourismuswirtschaft und Reiseregionen weltweit davon lernen können. Wir schauen nach Südafrika und portraitieren Unterkunftsanbieter, die nicht resignieren, sondern versuchen, die Krise zu meistern und dabei auch noch der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Und wo bei uns Milliarden zur Rettung von Großkonzernen fließen, beleuchten wir, wie diese Konjunkturprogramme gestaltet werden müssten, damit aus kurzfristigen Rettungsschirmen nachhaltige Zukunftsprogramme werden.

Die Sommerferien stehen kurz bevor. Wir hoffen, dass Ihnen unsere Artikel zu virtuellen Reisen und zum Ende der globalen Reisewarnungen in Deutschland, Inspirationen bieten – ganz besonders dann, wenn Sie in diesem Jahr eine lang geplante Reise in den Globalen Süden schweren Herzens verschoben haben.      

Corona und Resilienz im Tourismus
Artikel

Tourismus als sichere Lebensgrundlage?

Resilienz durch gemeindebasierten Tourismus
© Sreejith Nair

Die Corona-Krise stellt die Tourismuswirtschaft vor enorme Herausforderungen. In der Krise zeigt sich, welche Anbieter*innen und Unternehmen widerstandsfähig sind. Ein Bericht aus Indien.

Krisen gemeinsam bewältigen

Titelbild Gemeindebasierter Ökotourismus im Dorf Esfahk
© Matthias Schmidt

Der Iran kämpft aktuell nicht nur mit COVID-19. Politische Krisen, Handelssanktionen, Umweltkatastrophen und die schwächelnde Wirtschaft sind ein Dauerzustand. Wie reagieren lokale Tourismusinitiativen?

Resilient, aber nicht nachhaltig?

Schild ,,we alle be okay - spread hope" an Eingangstür
© Tim Mossholder - Unsplash

Resilienz, also Widerstandsfähigkeit, ist das neue Zauberwort. Damit dabei nicht einfach nur alte - im Tourismus sehr krisenanfällige Strukturen - zementiert werden, sollte jede Krise für Lernprozesse und Veränderungen genutzt werden.

Den Neustart gestalten

Empty Road in India
© Sankalp Sharma - Unsplash

In vielen Ländern wird die Tourismuswirtschaft staatlich gestützt. Vor dem Hintergrund der schon zuvor bestehenden Probleme des Sektors sind Unternehmen und Politik gefordert, dabei die überfälligen Veränderungen in den Blick zu nehmen.

Helfer in der Not

Schutzmasken gegen die Pandemie
© Alin Luna - Unsplash

Auf der Plattform Ubuntu Beds bieten Hotels in Südafrika ihre Betten medizinischem Personal an. Ein Interview mit der Gründerin Kim Whitaker.

Das Ende der globalen Reisewarnungen in Deutschland

U-Turn
© Tanner Larson - Unsplash

Mitte Juni startet der Tourismus in Europa wieder, während für die Länder des Globalen Südens weiterhin Reisewarnungen gelten. Was bedeutet das für die Zielregionen und wie können Reisende möglichst solidarisch handeln?

Virtuelle Reisen

virtuelles reisen
© Simon Migaj - Unsplash

Durch virtuelle Reisen können Anbieter auch in der Krise ein kleines Einkommen erwirtschaften. Die digitalen Angebote machen auch Begegnungen trotz Distanz möglich und sollten nach der Krise nicht einfach wieder verschwinden.

Kurzinformationen, Literatur und Materialien

Infoservice

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