Andamanen-Straße durch Jarawa-Gebiet für Touristen gesperrt

Mit einem Beschluss vom Januar 2013 verbietet Indiens Oberstes Gericht Touristen das Befahren der Andaman Trunk Road, einer umstrittenen Straße, die durch das Gebiet des indigenen Volkes der Jarawa auf den Andamanen-Inseln führt.

Zuvor hatte Indiens Oberstes Gericht den Behörden der Andamanen bereits angeordnet, eine fünf Kilometer breite Pufferzone durchzusetzen, um die Jarawa vor der Ausbeutung durch Touristen zu schützen. Kommerzielle und touristische Aktivitäten sind in dieser Zone nicht erlaubt. Doch laut Survival International haben die Behörden der Andamanen mit der Ankündigung einer abgeschwächten Version der Pufferzone versucht, die Entscheidung des Obersten Gerichtes von Juli 2012 zu umgehen.

Den neuen vorläufigen Gerichtsbeschluss wertet der Direktor von Survival International, Stephen Corry, als positives Zeichen. Entscheidend sei nun, dass die Anordnung aufrechterhalten wird und die „Menschensafaris" zu den Jarawa enden. „Die Jarawa müssen selbst entscheiden können, ob, wann und wo Außenstehende ihr Land betreten", so Corry.

Weitere Informationen: Survival International: www.survivalinternational.de/nachrichten/8943

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(1.052 Zeichen, März 2013)

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