Abschlussarbeit

Tourismus als Mittel der nachhaltigen Regionalentwicklung im ländlichen Raum von Entwicklungsländern

Eine Chance für die Region Melaky/ Madagaskar?
Sonja Biwer (August 2010)

„Une île sur une île“. Eine Insel auf einer Insel - nicht selten wird die ländliche Region Melaky im Westen Madagaskars von ihren Bewohnern mit diesem Satz beschrieben. Tatsächlich ist ihre Lage in der verkehrsräumlichen Peripherie eines ihrer wesentlichen Kennzeichen. Zwar wurde die Anbindung zur Landeshauptstadt Antananarivo mit der Reparation der Straße (Route d’Intérêt Provincial (RIP) 107) verbessert, dennoch sind viele Ortschaften innerhalb Melakys nur schwer zu erreichen und während den regenreichen Sommermonaten vollkommen abgeschieden.

Die Isolation hat eine konservierende Wirkung auf das Leben der ländlichen Gemeinschaft: So gibt es nur wenig intra- und interregionalen Austausch, kaum Innovationen und aufgrund unzureichender staatlicher Unterstützung so gut wie keine Entwicklung. Dahingegen haben infrastrukturelle, wirtschaftliche, soziale und ökologische Probleme ihren festen Platz eingenommen und drohen in Verbindung mit einem zunehmenden Bevölkerungswachstum in eine Abwärtsspirale einzusetzen. Die beschriebene Problemsituation stellt jedoch keinen Einzelfall dar, sondern ist in ihrem Grundmuster typisch für den ländlichen Raum vieler Entwicklungsländer.

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