Richtlinien für Tourismus und Besuchermanagement in Schutzgebieten

Mehr Besucher in Schutzgebieten können zum Naturschutz und zur lokalen Entwicklung beitragen – unter bestimmten Bedingungen. Wie diese Bedingungen aussehen sollten, skizziert die Weltnaturschutzunion (IUCN) in ihrer Publikation "Tourism and Visitor Management in Protected Areas: Guidelines for Sustainability". Mit den darin vorgestellten Richtlinien sollen Systeme zum Besuchermanagement verbessert und wertvolle Natur- und Kulturgüter besser geschützt werden.

In dem Bericht wird unter anderem empfohlen, durch die richtigen Gebührenstrukturen und Managementsysteme sicherzustellen, dass sich mehr Besucher und eine längere Aufenthaltsdauer positiv auswirken. Einnahmen aus dem Tourismus sollten zur Verbesserung der Lebensbedingungen für die ortsansässige Bevölkerung eingesetzt werden, z.B. für Bildung, Gesundheitsversorgung und Infrastruktur. Außerdem sollten sie für den Naturschutz und zur Abwendung und Minderung negativer Auswirkungen des Tourismus verwendet werden. Um den Schutz von Lebensräumen und biologischer Vielfalt langfristig zu unterstützen sollten Naturschutzbehörden, Privatwirtschaft und lokale Gemeinschaften zusammenarbeiten.

Weitere Informationen:

Tourism and Visitor Management in Protected Areas: Guidelines for Sustainability. Koordiniert von Yu-Fai Leung, Anna Spenceley, Glen Hvenegaard und Ralf Buckley, IUCN World Commission on Protected Areas’ Tourism and Protected Areas Specialist Group. Gland 2015.

Download:https://iucn.oscar.ncsu.edu/mediawiki/images/3/3a/Sustainable_Tourism_BP...

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(1.151 Zeichen, Juni 2015, TW 79)

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