Rechte der Küstenbewohner und Fischerfamilien stärken

„I am in deep water”: Das bedeutet auf Deutsch so viel wie „Mir steht das Wasser bis zum Hals“. Diese Redewendung greift ein Positionspapier auf, das Tourism Watch gemeinsam mit National Fisheries Solidarity Movement (Sri Lanka), Kabani - the other direction (Indien) und dem InstitutoTerramar (Brasilien) herausgegeben hat. „In Deep Water“ analysiert die Situation der Küstenbewohner und Fischerfamilien vor allem in den Ländern des Südens, die mit immer mehr Tourismus leben müssen. Viele sind von dem sogenannten Ocean Grabbing und Landrechtsverletzungen im Zuge der Tourismusentwicklung betroffen. Sie verlieren dadurch den Zugang zu ihren angestammten Fanggebieten und stehen buchstäblich vor dem Nichts, berichten Brot für die Welt-Partner aus dem Süden, etwa aus Sri Lanka, Brasilien und Indien, die in dem Papier zu Wort kommen. Das Positionspapier schließt mit einem Forderungskatalog an alle öffentlichen und privaten Akteure, die mit Tourismus zu tun haben. Ein wichtiger Punkt ist die Beteiligung der betroffenen Familien in allen Stadien der Entwicklung von Küstenstreifen.

Positionspapier „In Deep Water. Coastal Communities in the Era of Tourism Development“

-udi-

(September 2017, TW 88)

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