"The Oxford Handbook of Corporate Social Responsibility"

CSR zum Nachschlagen
Mitautor/-en: 
et al.

Immer weniger sind Staaten in der Lage, eigenes wirtschaftliches Handeln in der globalisierten Welt zu steuern. Damit kommt den Selbstregulierungsmechanismen der Wirtschaft, der Macht der Verbraucher und der zivilgesellschaftlichen Kontrolle wachsende Bedeutung zu. Im Oxford-Handbuch zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility - CSR) beleuchten führende Experten den aktuellen Stand des wissenschaftlichen CSR-Diskurses. Dabei wird auch deutlich, dass für CSR in Entwicklungsländern deutlich andere Prioritäten gelten. Während in den Industrieländern Verbraucherschutz, Fairer Handel, Öko-Marketing, Klimaschutz oder sozialverantwortliches Investment im Vordergrund stehen, ist es in Entwicklungsländern eher die Minderung der Armut, die Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Bildung sowie der Ausbau der Infrastruktur. CSR-Konzepte, die in den einzelnen Ländern entwickelt wurden, helfen meist besser, auf die dringendsten Probleme zu reagieren, als "importierte" Konzepte. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie in der Kultur der jeweiligen Region verwurzelt sind. Denn CSR ist keineswegs nur ein „westliches" Konzept. Kulturelle Traditionen der Philanthropie, Geschäftsethik und Einbettung wirtschaftlicher Tätigkeit ins gesellschaftliche Leben finden sich auch im Hinduismus, Buddhismus und Islam. Oft wird CSR allerdings als Lückenfüller gesehen, wenn es darum geht, die Unterlassungssünden schwacher, korrupter oder finanziell schlecht ausgestatteter Regierungen auszugleichen.

The Oxford Handbook of Corporate Social Responsibility. Von Andrew Crane et al., Oxford University Press, 2009. ISBN 978-0-19-957394-3. 590 Seiten.

-ck-

(1.754 Anschläge,23 Zeilen, Dezember 2009)