Klimaschutz und die ökonomischen Auswirkungen globaler Steuerungsinstrumente

"Tourism’s climate mitigation dilemma: Flying between rich and poor countries"

Die steigende Nachfrage nach Mittel- und Langstreckenflügen führt zu einer weiteren Zunahme der Treibhausgasemissionen. Weder Effizienzverbesserungen noch die Nutzung von Biotreibstoffen werden mit dem vorausgesagten Wachstum des Flugverkehrs Schritt halten können. Deshalb zählt eine Dämpfung der wachsenden Nachfrage nach Flügen zu den zentralen Vorschlägen für einen nachhaltigeren Tourismus. Allerdings gibt es dagegen Widerstände in Politik und Wirtschaft. Es wird argumentiert, Beschränkungen des Flugverkehrs könnten die Entwicklung armer Länder beeinträchtigen.

Wie sich Beschränkungen des Flugverkehrs tatsächlich auswirken könnten, haben Paul Peeters und Eke Eijgelaar für die am wenigsten entwickelten Länder (LDCs) ebenso wie für Nicht-LDCs untersucht. Sie haben sowohl den internationalen als auch den inländischen Tourismus berücksichtigt. Ihre zentrale Erkenntnis ist, dass die Auswirkungen auf die LDCs im Durchschnitt ‘neutral’ sind, denn was die Touristenankünfte angeht, würde es sowohl Gewinner als auch Verlierer geben. Das Ausmaß der Verluste bei den Verlierern ist nach ihrer Einschätzung jedoch wirtschaftlich durchaus kompensierbar.

Tourism’s climate mitigation dilemma: Flying between rich and poor countries. Von Paul M. Peeters und Eke Eijgelaar. In: Tourism Management 40 (2014), www.cstt.nl/publications/Tourism%27s-climate-mitigation-dilemma:-flying-...

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(1.156 Zeichen, März 2014)

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