Internationale Freiwilligendienste in Länder des Globalen Südens

Julia Große (Juli 2012)

Während meines achtmonatigen Aufenthalts in Mexiko im Rahmen eines Internationalen Freiwilligendienstes (IFD) begann ich ein Tagebuch zu führen. Einerseits um meine Erlebnisse nicht zu vergessen, aber auch um meine Erfahrungen in Worte zu fassen und mir bewusst zu machen. Während meines Aufenthaltes habe ich mich oft unwohl gefühlt; habe ein Unbehagen gespürt. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass etwas nicht „stimmte“, nicht „richtig“ war.

Die letzten Jahre habe ich mich sehr viel mit meiner Erfahrung auseinandergesetzt; sehr viel darüber gesprochen, sehr viel darüber nachgedacht. Dennoch konnte ich nicht so recht ausdrücken, was die Ursache meines Unbehagens war. Ein Seminar über dekoloniale Konzepte und Theorien half mir dieses Unbehagen zu artikulieren und war letztlich der Auslöser für diese Arbeit.  

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