Flugscham in Schweden: Das schlechte Gewissen fliegt mit

Während in Deutschland und vielen weiteren Nationen die anhaltend niedrigen Flugpreise zu Wachstumsraten der klimaschädlichen Flugbranche führen, beginnt in Schweden und weiteren nordeuropäischen Ländern ein langsamer Prozess des Umdenkens. Dort ist das Wort „Flygskam“ (zu Deutsch: Flugscham) in aller Munde. Es beschreibt das schlechte Gewissen, ein Flugzeug aufgrund seiner negativen Umwelt- und Klimaauswirkungen zu benutzen. Immer mehr schwedische Internetnutzerinnen und -nutzer organisieren sich über soziale Netzwerke und verwenden dort Hashtags wie #flying less (weniger fliegen) oder #jag stannar på marken (ich bleibe am Boden), um ihren ökologisch motivierten Flugverzicht zum Ausdruck zu bringen. Nun hat das Trendwort Flygskam sogar gute Chancen zum schwedischen „Wort des Jahres 2018“ gekürt zu werden.

Zwar steigt auch in Schweden die Zahl der gebuchten Langstreckenflüge, dafür ist jedoch ein leichter Rückgang bei Inlands- und Charterflügen zu erkennen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Nachtzügen und Interrail-Tickets der schwedischen Staatsbahnen SJ.

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RW