Eine Religion im Wandel

Sympathiemagazin „Buddhismus verstehen“

Über weite Teile Asiens ist der Buddhismus eine der am weitesten verbreiteten Religionen und im Westen erlebt die alte asiatische Morallehre einen beispiellosen Boom. Das neue Sympathiemagazin „Buddhismus verstehen“, redaktionell betreut von Rainer Hörig, führt in die neue, alte Religion ein.

Angefangen mit den historischen Stätten in Indien und Nepal, an denen der Buddha, der "Erwachte", vor rund 2500 Jahren seine Lehre verbreitete, zeichnen die Autorinnen und Autoren ein lebendiges Bild von der Vielfalt buddhistischer Glaubenspraxis. Dabei rütteln sie auch an gängigen Klischees.

Sie zeigen, dass der Buddhismus keineswegs eine ausschließlich friedliche Religion ist. So kommt es in Myanmar immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen buddhistischen Mönchen und der muslimischen Minderheit. Auch der Eindruck, der Buddhismus sei weltabgewandt und unpolitisch, trifft so nicht zu. Das zeigt die aktive Teilnahme von Mönchen in politischen Freiheitsbewegungen, wie zum Beispiel in Tibet. Der thailändische Sozialreformer Sulak Sivaraksa kritisiert im Interview, dass die buddhistische Glaubenspraxis in Asien in Ritualen erstarrt sei. Er fordert, die "Welt im buddhistischen Sinn zu ändern" – den Armen zu helfen und die Natur zu bewahren. Hoffnung auf einen solchen Wandel gebe es bereits in einigen Ländern Asiens, wo neue Reformbewegungen entstehen. Das Sympathiemagazin zeigt nicht zuletzt die Flexibilität des Buddhismus, sich neuen Herausforderung zu stellen.

 

Weitere Informationen: www.sympathiemagazine.de

-ck-

 (1.473 Zeichen, September 2015, TW 80)

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