Dossier: Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung

Der Dritte Weltkongress in Rio de Janeiro

Die sexuelle Ausbeutung von Kindern ist
eines der schlimmsten Verbrechen gegen die
Menschlichkeit. Vor bald 20 Jahren hat deshalb
die Kampagne „End Child Prostitution in
Asian Tourism“ (ECPAT) ihre Arbeit aufgenommen. ECPAT ist heute eine internationale Kinderrechtsorganisation mit Gruppen in 70 Ländern. Die Abkürzung steht für „End Child Prostitution, Child Pornographie and Trafficking
of Children for Sexual Purposes“.

Ausgangspunkt damals war eine Studie
der asiatischen Kirchen, die einen Zusammenhang
zwischen der steigenden Zahl
von Kindern in der Prostitution und dem
wachsenden Tourismus nachwies. Von da aus
war es ein langer Weg, bis Staaten nationale
Aktionspläne entwickelten und Reiseveranstalter
sowie touristische Unternehmen begannen,
sich mit einem Verhaltenskodex für
den Schutz von Kindern zu engagieren. Neue
Anforderungen sind in den letzten Jahren
durch das Internet hinzugekommen.
Drei Weltkongresse zum Schutz von Kindern
vor kommerzieller sexueller Ausbeutung haben
das Thema auf die Tagesordnung der internationalen
Politik gehoben.

Dieses Dossier
vermittelt einen Eindruck vom Dritten Weltkongress
in Brasilien und weist auf Aufgaben
und Handlungsansätze hin, die auch Thema
einer deutschen Nachfolgekonferenz sein
werden. Die Beiträge sind auch ein Appell
an Sie, verehrte Leserinnen und Leser: Wenn
Sie in Ihrer Umgebung, in Medien, im Urlaub
oder auf Reisen Anzeichen von sexualisierter
Gewalt gegen Kinder wahrnehmen, schauen
Sie nicht weg – suchen Sie den Kontakt zu
Kinderrechtsorganisationen, sprechen Sie mit
Ihrem Reiseveranstalter oder informieren Sie
die Polizei! Denn Kinderhandel, Kinderprostitution
und Pornographie mit Kindern zu
beenden, ist eine Aufgabe, die uns alle angeht.

 

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PDF icon EED_sexuelle Ausbeutung_2009_deu.pdf836.4 KB
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