"Demographic Change and Tourism"

Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf den Tourismus

Im Laufe der kommenden Jahrzehnte wird der demographische Wandel sich auch auf den Tourismus deutlich auswirken. Doch daraus entstehen auch wirtschaftliche Chancen, stellen die Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) und die European Travel Commission (ETC) in einem Bericht zu den absehbaren Auswirkungen der voraussichtlichen Bevölkerungsentwicklung auf den Tourismus fest.

Bis 2030 wird die Weltbevölkerung voraussichtlich auf 8,3 Milliarden Menschen anwachsen. Dies und die steigende Lebenserwartung, fortschreitende Urbanisierung, Migration und Veränderungen der Familienstrukturen haben Einfluss auf die Entwicklung des globalen Tourismus. Es wirkt sich darauf aus, wer reisen wird, woher die Touristen kommen, wohin sie reisen, welche Art von Unterkünften sie nachfragen und welchen Freizeitbeschäftigungen sie nachgehen. In dem Bericht "Demographic Change and Tourism" wird eine zunehmende Fragmentierung der Besucherprofile vorausgesagt. Der Erfolg einzelner Zielgebiete im internationalen Wettbewerb wird davon abhängen, inwieweit sie sich auf eine alternde, multi-ethnische Bevölkerung und vielfältigere Familienkonstellationen (Singles verschiedener Altersgruppen, Mehr-generationen-Familien, etc.) einstellen können. So muss zum Beispiel auf alters-spezifische Bedürfnisse der Reisenden Rücksicht genommen werden (z.B. den Zugang zu touristischen Attraktionen und die medizinische Versorgung). Es ist mit einer steigenden Nachfrage nach Angeboten in der Nebensaison und mit weiteren Zweitwohnsitzen für Ruheständler zu rechnen. Auch werden die Touristen zunehmend reiseerfahrener. Die internationale Migration führt dazu, dass immer mehr Menschen als Touristen ihr Aufenthaltsland entdecken wollen oder in die Heimat reisen, um Familie und Freunde zu besuchen.

-ck-

(2.081 Anschläge, 29 Zeilen, Dezember 2010)

Stichworte: