Vertreibung

Das Thema "Menschenrechte und Tourismus" spielt im Bundestag bislang keine große Rolle. Das könnte sich jedoch demnächst ändern, da sich der Menschenrechtsausschuss des Bundestages in diesem Jahr mit dem Schwerpunktthema "Wirtschaft und Menschenrechte" befasst. Im Mittelpunkt steht die Frage, mit...
Eine Menschenrechtspolitik in Unternehmen und präventive Folgeabschätzungen bei Investitionsprojekten im Tourismus können dazu beitragen, dass der Tourismus keinen "menschenrechtlichen Schaden" anrichtet. Dies stellten Expertinnen und Experten zu Tourismus und Menschenrechten auf einer...
Die chinesische Politik, tibetischen Nomaden eine so genannte "moderne Lebensweise" aufzunötigen und sie in festen Behausungen anzusiedeln, stößt bei Menschenrechtsgruppen auf Kritik. Staatlich kontrollierte chinesische Medien hatten im November 2010 berichtet, man habe im Rahmen eines...
Inmitten von Botswana liegt das Zentral-Kalahari-Wildschutzreservat (Central Kalahari Game Reserve - CKGR). Es wurde 1961 gegründet, um Botswanas indigener Bevölkerung sowie dort lebenden Wildtieren eine Heimat zu bieten. Seit Mitte der 1990er Jahre versuchte Botswanas Regierung jedoch wiederholt,...
Für den Bau des Sardar Sarovar Staudamms und der dazugehörigen Infrastruktur wurden seit Anfang der 1960er Jahre große Teile der indigenen Bevölkerung (Adivasis) entlang des Narmada-Flusses in den indischen Bundesstaaten Madhya Pradesh, Gujarat und Maharashtra vertrieben. Infolge des Widerstands...
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft der Regierung Äthiopiens vor, mit einer verfehlten Landwirtschaftspolitik die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika zu verschärfen. "Statt der Nahrungsproduktion absoluten Vorrang zu geben, setzt Äthiopien auf die Erzeugung von Biosprit und den Anbau...
Es gibt eine Band in Beit Sahour bei Bethlehem, die Jadal Group. Es ist eine Gruppe junger Musiker, die gute Musik quer durch alle Musikrichtungen macht. Ihre CD heißt "Raheel" - Abreise. Man kann abreisen, etwas verlassen, man kann verlassen sein, sich aber auch auf jemanden verlassen. Der Abflug...
Der Klimawandel trifft kleine Inseln ganz besonders und kann verheerende Folgen für die Gesundheit der Menschen, das Land, die Infrastruktur und die Wirtschaft haben. Mehr als 80 Prozent ihrer 1.120 Inseln liegen weniger als einen Meter über dem Meeresspiegel und machen die Malediven zu einem der...
Auf dem Weltsozialforum (WSF) 2009, das vom 27. Januar bis 1. Februar in Belém im brasilianischen Bundesstaat Pará stattfand, ging es in verschiedenen Veranstaltungen auch um Tourismus. Die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer des "Global Tourism Interventions Forum (GTIF)" verabschiedeten...
Heftige Monsunregen haben Ende August 2008 in Nepal und dem angrenzenden indischen Bundesstaat Bihar eine gewaltige Flutkatastrophe ausgelöst. Nach einem Dammbruch hat der Kosi, einer der großen Himalaya-Flüsse, die in den Ganges münden, seine Fließrichtung um 120 Kilometer nach Osten verschoben...
"Das Thema Klimawandel ist nicht länger ein Thema der Zukunft. Es ist ein Thema der Gegenwart und es ist von größter Dringlichkeit im Südpazifik." Mit diesen Worten beschrieb Fidschis Tourismusminister Bannve Kuamaitotoya bei einer UN-Konferenz zu Tourismus und Klimawandel im Oktober 2007 die...
Die pazifische Inselwelt ist für den Klimawandel besonders anfällig. Er entscheidet in dieser Region über Leben und Tod, und das nach den Befürchtungen des Generalsekretärs der Pazifischen Kirchenkonferenz (PCC), Fe'iloakitau Kaho Tevi, eher früher als später. Je nach geografischen Bedingungen...
Während die nationale und internationale Presse die gute Organisation des EU-Latein­amerika-Gipfels Mitte Mai in Lima lobt und die peruanische Regierung sich als Gast­geber in ihrem Erfolg sonnt, erlässt sie gleichzeitig Gesetze, um Investoren den Zugang zu Land und Ressourcen zu erleichtern....
Heftige Proteste zieht ein Gesetzesvorhaben nach sich, das am 16. Mai 2007 vom peruanischen Parlament verabschiedet wurde. Es sieht vor, Jahrtausende alte Kulturschätze des Landes, wie beispielsweise die Festungsruine Kuelap im Norden von Peru, als touristische Ressourcen zu nutzen. Innerhalb und...
Für die thailändische Regierung war der Tsunami die „Stunde Null“ – die Chance auf einen „geordneten“ Wiederaufbau auf Ko Phi Phi. Diverse Pläne, die rasante, unkontrollierte Entwicklung des Tourismus auf der Insel in geregelte Bahnen zu lenken, waren in den Vorjahren gescheitert. Doch die...
Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu hat der Tsunami jede Menge Konflikte und Widersprüche bei der Festlegung von Prioritäten in der Küstenregion zu Tage gebracht. Zum Teil sind es Probleme, die schon vor dem Tsunami bestanden, und die sich in der Wiederaufbauphase deutlich verschärft haben.
Sein Name ist zu einem Synonym für Enteignung und Vertreibung der einheimischen Bevölkerung geworden: der Sardar Sarovar-Staudamm im indischen Bundesstaat Gujarat. Nun soll er zu einer Touristen-Attraktion werden - so will es die Regierung. Und wieder sollen die Menschen weichen, diesmal nicht dem...
Vor 70 Jahren zogen Siedler in den einzigartigen Bergregenwald des Intag-Gebietes, das nordwestlich von Quito und Otavalo liegt. Sie ahnten nicht, dass sie ihre Bauernhöfe über dem größten Kupfervorkommen Equadors anlegten. Es wurde erst viele Jahre später im Toisan-Gebirge gefunden. Die...
Ohne ein Urteil des Obersten Gerichtshofes abzuwarten, setzte die Regierung Botswanas ihre Androhung in die Tat um und vertrieb im Oktober fast alle der noch verbliebenen Gna und Gwi "Buschmänner" aus dem "Zentralen Kalahari Wildpark". Zwar erklärte Regierungssprecherin Ruth Maphorisa, die Leute...
Die "Burma Campaign UK" verstärkt ihren Boykott-Aufruf von Urlaubsreisen nach Burma mit dem Aufruf "I'm Not Going". Dazu schaltete sie die neue Website www.imnotgoing.com, auf der unterzeichnet werden kann. Botswana und "Zentraler Kalahari Wildpark" - Proteste vor der ITB
Im Rahmen des Weltsozialforums erklärt die Tourism Intervention Group ihre Absicht, den Charakter des globalen Tourismus zu verändern und die Belange der Menschen in den Destinationen zu stärken.
Vom 15. bis 18. Juli 2004 fand in Lamud in der Provinz Luya (Region Amazonas) in Peru das Erste Internationale Treffen: Dorfgemeinschaften und soziale Auswirkungen des Tourismus statt. Daran nahmen Vertreter von Organisationen und Institutionen der Regionen Lambayeque, Cajamarca, Piura, Tumbes und...
Im Juli 2004 fand in Lamud in der Provinz Luya (Region Amazonas) in Peru das "Erste Internationale Seminar: Dorfgemeinschaften und soziale Auswirkungen des Tourismus" statt. Daran nahmen VertreterInnen von Organisationen und Institutionen der Regionen Lambayeque, Cajamarca, Piura, Tumbes und...
Zuletzt hatte TourismWatch ausführlich über den touristischen Ausverkauf in Peru vor einem Jahr in der Ausgabe 31 berichtet. Inzwischen beschloss der Schweizer SOLIFONDS, die "Vereinigung zur Verteidigung und Entwicklung von Kuelap (ADDK)" zu unterstützen, die sich mittlerweile mit der...
Es war ein Mega-Mela, ein buntes Riesenspektakel, das Mitte Januar 2004 Tausende von Globalisierungskritikern und Menschenrechtsaktivisten in die indische Metropole Mumbai (Bombay) zog. Zum ersten Mal fand das Weltsozialforum (WSF) nicht an seinem Geburtsort im brasilianischen Porto Alegre statt...
Bei der gewaltsamen Vertreibung von Adivasi (Ureinwohner) aus dem "Muthunga Wildlife Sanctuary" im südindischen Bundesstaat Kerala hat es im Februar auch Tote gegeben. Nach verschiedenen Quellen kamen zwischen zwei und 20 Menschen ums Leben, als sich die Adivasi gegen ihre Vertreibung aus dem...
Dass sie ausgerechnet im UNO-Jahrzehnt der indigenen Völker ihren Todesstoß erleiden, dürfte ihnen gleichgültig sein. Denn die "Buschleute" wissen nichts von vergeblichen UNO-Jahrzehnten, und sie kennen auch nicht den wahren Grund ihrer gewaltsamen Vertreibung aus dem "Zentralen Kalahari-Wildpark...
Die Bergbäuerinnen und Bergbauern, die rund um die Festungsruine Kuelap im Norden Perus leben, scheinen den Kampf gegen ihre Vertreibung verloren zu haben. Am 20. Dezember 2001 ratifizierte das Parlament in Lima ein Abkommen, das in- und ausländischen Investoren erlaubt, eine touristische...
Ceará (TW). Seit November 2000 sind die Bewohner des Fischerdorfes Prainha do Canto Verde an der brasilianischen Küste von Ceará neuen Aggressionen von Immobilienspekulanten ausgesetzt. Dagegen setzten sie sich kürzlich in einer Großaktion zur Wehr. Unterstützt von Führungspersonen anderer...
Seit Jahrzehnten kämpfen Adivasi ("Erste Siedler") in Indien um den Fortbestand der natürlichen Umwelt als Basis für ihr kulturelles Überleben. Sie bestreiten zwar ihren Lebensunterhalt aus den Produkten des Waldes, aber schützen ihn ebenso augenscheinlich vor seiner Vernichtung. Die Bedeutung...
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