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Bericht zur Veranstaltung "Klimagerechtigkeit und Tourismus"
(Bonn, 08.07.2010) Anlässlich der Klimaverhandlungen in Bonn im Juni 2010 hat die Podiumsdiskussion "Klimagerechtigkeit und Tourismus - Mythen rund um Tourismus und Klimapolitik" stattgefunden. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Jahrestreffens des Europäischen Tourismusnetzwerkes statt.
Der Bericht zu dieser Veranstaltung steht hier in englischer Sprache als Download bereit.
Verantwortlich Reisen
In der aktuellen E+Z Entwicklung und Zusammenarbeit 2010/07-08 ist ein Artikel "Verantwortlich Reisen" zum Themenschwerpunkt Corporate Social Responsibility veröffentlicht. Der Artikel beschreibt das Verhalten beim Reisen. Für verantwortliche Reiseentscheidungen sind seitens der Reiseunternehmen Transparenz und Informationsvermittlung im Kontext von CSR-Konzepten eine wichtige Voraussetzung.
Der Beitrag von Heinz Fuchs ist hier zu finden: http://www.inwent.org/ez/articles/176259/index.de.shtml
Nr. 39 (Juli 2005)
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,
"wie sich die Bilder doch immer gleichen!", stöhnte gerade ein afrikanischer Journalist in der BBC. Bei der Katastrophenberichterstattung ärgert ihn seit langem eine besonders häufige Kameraeinstellung: "Fliegen auf Kindergesichtern und dann kommt eine schöne Blonde und hilft". Tatsächlich aber seien vor der weißen Helferin schon längst örtliche Hilfsorganisationen da gewesen. Das würde jedoch nie gezeigt und wenn doch, dann immer erst hinterher oder ganz am Rande. Recht hat er.
Uns fiel bei den Reportagen über den Tsunami und den Wiederaufbau noch eine andere, sehr egozentrische Sichtweise auf. Berichtet wird überwiegend bis ausschließlich über eigene Hilfsorganisationen, gleichgültig ob in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich oder Italien. Selbst die weltumspannenden Sender BBC und CNN konzentrieren sich auf Landsleute. Für den afrikanischen Kollegen steht eindeutig fest: "Eine solche Wahrnehmung fördert nicht die Entwicklung, sondern behindert sie".
Wie oft erfahren wir von der immensen Würde, die viele Tsunami-Opfer selbst in der größten Not behielten? Öffentliche Tränen sind die absolute - kameragerechte - Ausnahme. Wer zeigt ihre Großzügigkeit oder ihre unglaubliche Widerstandskraft, die - in einem solchen Ausmaß - bei uns zuletzt in der Nachkriegszeit gesichtet wurde. Selbstbewusste Opfer passen offensichtlich im Hinblick auf Spenden und den Wiederaufbau mit "unseren" Geldern nicht ins Bild. Wirklich nicht?
Natürlich kann die Hilfe ein Minenfeld sein, gibt es Verteilungskämpfe, Kompetenzgerangel und Korruption. Wäre das bei uns sooo viel anders? Trotz Sozialstaat?
Wir beschäftigen uns in dieser Ausgabe auch viel mit Wasser: noch einmal mit dem Tsunami, mit Gefahren durch Stauseen in Tirol, mit Wasserschmutzung und mit Wassermangel. Keinen Platz mehr hatten wir für den sich abzeichnenden Wassernotstand in vielen Ferienorten Südeuropas. Zwar klagen bereits viele Bauern bei uns ebenfalls über mangelnden Regen. Aber im weltweiten Vergleich sind wir mit Niederschlägen sehr privilegiert. Auch wenn unsere Freizeitgesellschaft von den Wetterfröschen nur "schönes", "sonniges und trockenes" Wetter verkündet haben möchte...
Wir wünschen Ihnen ein erholsamen Urlaub. Sollten Sie jetzt in die Ferien fahren, kommen Sie bereichert und gesund wieder!
Mit freundlichen Grüßen
Heinz Fuchs Ludmilla Tüting
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