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Den politischen Entscheidungsträgern ist es bisher nicht gelungen, die  Emissionen aus dem internationalen Flugverkehr zu reduzieren. Dennoch weckt der Flugverkehr verstärkt Interesse als „frische" Quelle für die Klimafinanzierung. Der Flugverkehr bietet vielfältige Möglichkeiten für die Finanzmittelgenerierung, durch die Einbindung der Emissionen in den Emissionshandel, die Besteuerung von Kerosin und/oder die Einführung einer Ticketabgabe.

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Bericht zur Veranstaltung "Klimagerechtigkeit und Tourismus"

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(Bonn, 08.07.2010) Anlässlich der Klimaverhandlungen in Bonn im Juni 2010 hat die Podiumsdiskussion "Klimagerechtigkeit und Tourismus - Mythen rund um Tourismus und Klimapolitik" stattgefunden. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Jahrestreffens des Europäischen Tourismusnetzwerkes statt.
Der Bericht zu dieser Veranstaltung steht hier in englischer Sprache als Download bereit.

Bericht zur Veranstaltung "Klimagerechtigkeit und Tourismus"

(Bonn, 08.07.2010) Anlässlich der Klimaverhandlungen in Bonn im Juni 2010 hat die Podiumsdiskussion "Klimagerechtigkeit und Tourismus - Mythen rund um Tourismus und Klimapolitik" stattgefunden. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Jahrestreffens des Europäischen Tourismusnetzwerkes statt.
Der Bericht zu dieser Veranstaltung steht hier in englischer Sprache als Download bereit.

Tourismus ist einerseits Opfer des globalen Klimawandels, andererseits tragen die touristischen Emissionen erheblich zur globalen Erwärmung bei. Deshalb fordert das Europäische Tourismus Netzwerk (TEN) anlässlich der Klimaverhandlungen im Juni 2010 in Bonn Klimagerechtigkeit im internationalen Tourismus.
Obwohl Tourismus bisher kein direkter Gegenstand der UN-Klimaverhandlungen ist, so ist er dennoch einbezogen. Ein Großteil der touristischen Emissionen, nämlich die aus dem Flug- und Schiffsverkehr, werden unter der Klimarahmenkonvention seit Jahren verhandelt, unterliegen jedoch noch immer keinen verbindlichen Regulierungen. Gerade der internationale Tourismus wird bei den Verhandlungen immer wieder als Argument gegen die verbindliche Regulierung von Flug- und Schiffsverkehrsemissionen angeführt. Man befürchtet, dass er durch Klimaschutzauflagen seiner Wachstumspotenziale beraubt werden könnte. Dabei wird oft sehr unkritisch und verallgemeinernd mit den positiven Wirkungen von Tourismus als Devisenbringer und Entwicklungsmotor für arme Länder argumentiert.
TEN und seine Partner fordern dagegen eine kritische Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen Tourismus und den Auswirkungen seines anhaltenden, uneingeschränkten Wachstums.
„Tourismus wird in einer unkritischen und unethischen Art und Weise vermarktet. Es mögen einige wenige ökonomisch profitieren, aber das wird oft überschattet von den negativen Auswirkungen auf die lokalen Gemeinden und die Umwelt" klagt Sumesh Mangalassery von Kabani, einer indischen Organisation, die sich im Bereich Tourismus, Menschenrechte und Entwicklung engagiert. „Klimawandel und die dafür benannten Lösungsansätze verschlimmern nur noch diese Auswirkungen und verletzen grundlegend die Menschenrechte der lokalen Gemeinden. Deshalb ist ein Paradigmenwandel in der gegenwärtigen Tourismusentwicklung und in den Klimaverhandlungen notwenig."
Rachel Noble von der britischen Organisation Tourism Concern unterstreicht, dass der internationale Tourismus schon jetzt für eine Reihe negativer Auswirkungen in armen Ländern verantwortlich ist. „Der Klimawandel könnte die bereits existierenden Probleme, die durch den Tourismus verursacht werden, noch verschärfen, vor allem in Bezug auf Wasserknappheit."
„Natürlich müssen die Flug- und Schiffsemissionen verbindlich reguliert werden, bestenfalls alle touristischen Emissionen", sagt Heinz Fuchs, Leiter der Arbeitsstelle Tourism Watch im Evangelischen Entwicklungsdienst. Doch die Debatte um Klimagerechtigkeit und Tourismus gehe über reine Reduktionsmaßnahmen hinaus. „Wir erwarten ein Umdenken bei Tourismusmachern und Unternehmen, damit die internationale Reisewirtschaft über gesetzliche Verpflichtungen hinaus freiwillig mehr gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Klimaschutzmaßnahmen müssen integraler Bestandteil freiwilliger Initiativen der Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeitsstrategien werden", so Fuchs.

Mitglieder des Europäischen Tourismus Netzwerkes (TEN):

Akte - Arbeitskreis Tourismus und Entwicklung (Schweiz)

Associazione RAM (Italien)

EED - Tourism Watch (Deutschland)

Informatie Verre Reizen (Niederlande)

Karavaan (Belgien)

Naturfreunde Internationale (Österreich)

Respect- Institut für Integrativen Tourismus und Entwicklung (Österreich)

Stichting Retour Foundation (Niederlande)

Studienkreis für Tourismus und Entwicklung (Deutschland)

Tourism Concern (Großbritannien)

Gäste während des TEN Treffens 2010:

Ecumenical Coalition On Tourism (Partner von TEN, mit Sitz in Thailand)

Naturefriends Flanders (Belgien)

Kabani - the other direction (Indien)

Schyst Resande (Schweden)

 

 

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AnhangGröße
Report on the TEN side event_panellists_28.06.pdf29.7 KB
Climate_A3_Web.pdf564.85 KB
Climate_Faltblatt_Web.pdf385.8 KB