Anfang März 2012 war Heinz Fuchs, Leiter der Arbeitsstelle Tourism Watch, zu Gast im WDR bei Planet Wissen, um dort über Möglichkeiten des nachhaltiges Reisens zu sprechen.
Das Wort "Ausländer" gebe es in der Sprache Wolof nicht, erfahren wir gleich am Anfang erfreut. Der Ausdruck dafür in Senegal sei "Gast", was einem Besucher eine ganz besondere Position verleihe. Und wer sich wie ein Gast verhalte, werde auch als solcher behandelt und respektiert. "Am ersten Tag soll der Fremde nur seine Augen und Ohren öffnen, aber nicht seinen Mund" - wer obendrein noch dieses afrikanische Sprichwort beherzigt, zusammen mit Höflichkeit, Geduld und Toleranz, dem dürften freundschaftliche Begegnungen und Sympathie sicher sein. Französisch sollte ein Senegal-Besucher ebenfalls beherrschen. Das westafrikanische Land wurde bei uns weniger durch Tourismus als durch "Weltmusik" und seine Kicker während der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea bekannt. Der internationale Verband der "Naturfreunde" möchte das ändern, empfiehlt aber gemeinsam mit seiner senegalesischen Partnerorganisation, den Naturfreunden Senegals, einen behutsamen und partnerschaftlichen Tourismus. Dazu gab er den Leitfaden "Zu Gast in Senegal" in deutscher und französischer Sprache heraus, der verschiedene Aspekte des Landes vorstellt. Ein interessantes Büchlein, aber ein wenig zu trocken und belehrend geschrieben.
Naturfreunde Internationale (NFI): "Zu Gast in Senegal - ein Land und seine Menschen", 96 S., 2003, erhältlich bei NFI, Diefenbachgasse 36, A-1150 Wien, Tel. 0043-1/8923877, Fax 8129789, www.nfi.at. Die "Österreichische Entwicklungszusammenarbeit" unterstützte das Projekt.
-tü-
(1.645 Anschläge, 18 Zeilen, September 2003)