Neue Studie "Gender & Tourism"

Der Tourismus bietet Frauen Arbeitsplätze und unabhängige Einkommensmöglichkeiten. Andererseits bringt er oft gravierende soziale Veränderungen im Leben der Frauen mit sich. Eine umfangreiche Studie der britischen Nichtregierungsorganisation United Nations Enviroment & Developement-UK Committee (UNED-UK) analysiert die Situation von Frauen als Arbeitskräfte im Tourismus. Die Stoßrichtung der Studie ist politisch. In der Agenda 21, dem Aktionsplan der Staaten der Welt für das 21. Jahrhundert, werden Frauen als eine der wichtigen gesellschaftlichen Gruppen identifiziert. Sie spielen demnach eine Schlüsselrolle im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung.

Ferner bringt die Studie bestehende Forschungsdefizite auf den Punkt. So gibt es in vielen Länder keine getrennten Daten zur Beschäftigung von Männern und Frauen in der Tourismusbranche und zu den jeweiligen Durchschnittslöhnen und Arbeitszeiten. Der informelle Sektor ist in Statistiken in der Regel überhaupt nicht berücksichtigt. Gerade in den Ländern des Südens leben aber besonders viele Frauen als Klein- und Kleinstunternehmerinnen vom Tourismus. Im abschließenden Kapitel der Studie gibt das Projektteam konkrete Handlungsempfehlungen an die unterschiedlichen Akteure und Entscheidungsträger im Tourismus ab, um die Rolle der Frauen im Tourismus zu stärken.

Die Langfassung der Studie "Gender & Tourism. Women's Employment and Participation in Tourism" Ed. Minu Hemmati, London 1999, kann für £15 bestellt werden bei:

UNED-UK 3 Whitehall Court London SW1A 2EL GB Tel.+44-1-71-8391784 Fax +44-1-71-9305893 E-mail:una@mcr1.poptel.org.uk.

Kurzfassung im Internet: http://www.uned-uk.org

(1477 Zeichen/21 Zeilen, Oktober 1999, Christina Kamp)