(Seefeld, März 2013) Das neue SympathieMagazin, eine überarbeitete Neuauflage des Ländermagazins "China verstehen", ist erschienen.
Fünf Jahre nach dem Tsunami sowie anlässlich des Klimagipfels 2009 in Kopenhagen hat die Ecumenical Coalition on Tourism (ECOT) einen Sammelband herausgegeben, der den Tourismus in den Zusammenhang mit vergangenen und womöglich noch bevorstehenden Katastrophen stellt. Im Zentrum steht die Forderung nach Klimagerechtigkeit, die einen wichtigen Bezugsrahmen zur Bewertung der Rolle des Tourismus darstellt. Der Tsunami 2004 und die darauf folgenden Entwicklungen in den betroffenen Gebieten haben deutlich gemacht, dass die Zerstörung der Ökosysteme der Küsten, die Gefahr von Kindesmissbrauch, Menschenrechtsverletzungen, die Aneignung von Grund und Boden und die Verdrängung von Küstenbewohnern sich in Katastrophensituationen noch verschärfen. Das gilt auch für die zunehmenden Gefährdungen durch den Klimawandel.
In 27 Beiträgen untersuchen Autorinnen und Autoren aus Nord und Süd die verschiedensten Aspekte des Tourismus vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen. Sie stellen auch erste Beispiele für Lösungsansätze dar, wie ein nachhaltigerer Tourismus im Sinne der Katastrophenvorsorge aussehen könnte. Um die vom Tourismus mit verursachte Anfälligkeit der Menschen für die Folgen des Klimawandels zu verringern, müsse die Tourismuspolitik kritisch analysiert werden, fordert S. Jahangir Hasan Masum aus Bangladesch. Denn einige tourismuspolitische Prioritäten könnten in Konflikt geraten mit den notwendigen Antworten auf den Klimawandel. Kenneth K. Odero aus Kenia verweist auf die wichtige Rolle des Tourismus bei der Förderung einer Politik, mit deren Hilfe die Bevölkerung und insbesondere arme und besonders gefährdete Gruppen dem Klimawandel und anderen Katastrophen besser widerstehen können.
Disaster Prevention in Tourism - Perspectives on Climate Justice. Von Caesar D'Mello, Jonathan McKeown und Sabine Minninger (Red.), Ecumenical Coalition On Tourism (Hg.), Chiang Mai, Thailand, 2009. ISBN 9789742356446. 317 Seiten.
(2.075 Anschläge, 31 Zeilen, März 2010)